ALITOR in Stormbringer.at

ALITOR in Stormbringer.at
Rating: 4/5; Author: Ernst Lustig

ALITOR - II
Genre: Thrash Metal
Sechs Jahre nach ihrem (übrigens schon sehr beachtenswerten) Debüt haut das serbische (Progressive) (Melodic) Thrash Metal Quartett einen Nachfolger mit dem unmissverständlichen Titel "II" raus und versetzt damit, soviel vorweg, den Rezensenten in wahre Verzückung! Reichlich 40 Minuten lang, aufgeteilt auf acht Songs, liefern ALITOR hier vielseitigen, abwechslungsreichen und vor allem sehr markanten Metal der harten Sorte ab, bewegen sich dabei aber doch ein gutes Stück weit abseits gängiger Thrash-Pfade.
Der Opener "The Tempest Within" startet gleich mit einer großartigen Melodie, die sich nach kurzer Zeit in eine massiv riffende Hookline verwandelt. Dann ertönt zum ersten Mal der Gesang von Basser Marko, und nicht zum letzten Mal erinnert sein kräftiges, leicht kratziges Organ an James Hetfield. Auch musikalisch finden sich Parallelen zur "Ride The Lightning" / "Master Of Puppets" Phase von METALLICA. Diese historischen Wurzeln, gepaart mit einer leicht progressiven Ausrichtung und der Frische des modernen Metal aus dem 21. Jahrhundert sowie einer immer wieder aufblitzenden, leicht punkigen Attitüde (vor allem in den Vocals) ergeben den ureigenen Stil von ALITOR.
In "Present Tense" geht es etwas straighter zur Sache, wohin gegen "Homo Ignoramus" sich Zeit für eine ruhige Gitarren-Einleitung nimmt, ehe das Stück zu einem großartigen, mit Prog-Elementen angereicherten Melodic Thrash Song heranwächst. Mit "Fall.Ing" folgt das erste Album-Highlight, ein unglaublich melodischer, kraftvoller Track, der mit einer leicht versteckten Eingängigkeit glänzt, die zum Immer-wieder-hören animiert.
"Euphoria" ist ein Instrumental, das einen unglaublichen Spannungsbogen von sanft atmosphärisch zu intensiver Erhabenheit zelebriert. Ganz starke Nummer! Vorstehender Satz trifft auch auf "Consecration" zu, den zweiten großen Höhepunkt auf dem aktuellen ALITOR-Longplayer. Melodic Thrash der Extraklasse, mit extrem starken Gesang, vielen Breaks und Tempowechseln und einer Melodie, die direkt im Ohr hängen bleibt.
Für "The Warm Wind" hat sich die Band gesangstechnische Verstärkung von ihrem Landsmann Luka Matković geholt, der mit seinen Vocals gleich noch mal eine zusätzliche Schippe Abwechslung auf den ohnehin schon facettenreichen ALITOR-Sound drauf packt. Den Abschluss des Albums bildet "Some Sort of Truce", eine schnelle, treibende Nummer, in der sich Frontmann Marko gesanglich noch einmal äußerst variabel präsentiert. Ansonsten glänzt das Stück mit einer ordentlichen Portion Härte, was allerdings (dankenswerterweise) nicht zu Lasten der Melodieführung geht.
Fazit:
Serbien ist ja jetzt nicht DAS Metal-Land. Umso schöner ist es, dass auch aus diesen Gefilden, wie an dieser Stelle mit ALITOR, wirklich hervorragende Bands ihren Weg in eine breitere Öffentlichkeit der hiesigen Metal-Welt finden. Verdient haben es sich die ambitionierten Thrasher mit ihrem äußerst hörenswerten Zweitwerk allemal. Und ich bin sicher, dass "II" nicht nur beim ersten und zweiten Hören großartig klingt. Vielmehr ist der aktuelle Longplayer von ALITOR ein Stück Musik, das einen BLEIBENDEN Eindruck hinterlassen wird! Viel Erfolg, und weiter so!
Bewertung: 4.0 / 5.0
Autor: Ernst Lustig (27.11.2020)

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ALITOR im Powermetal.de

ALITOR im Powermetal.de

ALITOR - II
Author: Walter Scheurer; Rating: 8/10

Genre:
Progressive / Melodic Thrash Metal
Diese Serben wissen wie Thrash der anspruchsvollen Art funktioniert!
Trotz der Tatsache, dass sich dieses Quartett aus der serbischen Stadt Indjija schon vor fast zehn Jahren formiert und die Band mit der EP "Embittered" sowie dem Longplay-Erstling "Eternal Depression" bereits zwei Veröffentlichungen vorzuweisen hat, dürfte sich ALITOR bislang nahezu ausschließlich unter den Radarschirmen der hiesigen Metal-Gemeinde bewegt haben. Damit ist jetzt hoffentlich Schluss, denn mit "II" legt der Vierer ein mehr als nur beachtliches Werk vor.
Vom dezent eingeleiteten, sich in ein furioses Thrash-Brett entwickelnden Opener 'The Tempest Within' bis hin zum Rausschmiss in Form des Brechers 'Some Sort Of Truce' gibt es gute 40 Minuten Thrash auf überaus hohem Niveau geboten. Das Quartett versteht ganz offenkundig viel von seinem Handwerk und weiß seine Songs mit technisch ansprechenden, bisweilen auch progressiven, mitunter sogar frickelig anmutenden Passagen auszustatten. Die hohe Kunst ist dabei bekanntermaßen, Tracks dennoch auf den Punkt zu bringen, und genau darin ist eine der Stärken von ALITOR zu sehen.
Ein weiterer Pluspunkt besteht darin, dass man sich niemals zu unmittelbar an die zu vernehmenden Einflussquellen hält. Zwar lassen sich vor allem die frühen METALLICA nahezu permanent als Vorbilder heraushören, allerdings ist das kaum zu vermeiden, da die Stimme des singenden Bassisten Marko Todorović dem ambitionierten Vortrag des jungen James Hetfield nicht unähnlich klingt. Musikalisch dagegen hält sich der Trupp weniger an die US-Granden, als an deutlich vertrackter agierende Formationen wie etwa die frühen ANNIHILATOR ('Homo Ignoramus') oder HEATHEN ('Fall.Ing') und gibt dabei in jeder Lage gute Figur ab.
Zudem ist festzuhalten, dass es eigentlich völlig egal ist, an welche Großmeister des technisch anspruchsvollen Thrash sich ALITOR auch hält und wie melodisch Nummern wie das Instrumental 'Euphoria' oder das entfernt an frühe VEKTOR erinnernde 'Consecration' auch ausgefallen sein mögen, es mangelt dem Material weder an Durchschlagskraft noch an einer gewissen Grund-Aggressivität.
Keine Frage, ALITOR versteht verdammt viel von Thrash Metal und schafft es locker, den Zuhörer in Bann zu ziehen. Und das ohne auf die "Attitüde" zu pochen, oder gar durch eine "Waschküchenproduktion" auf "Authentizität" zu setzen. Na, neugierig geworden? Dann werft schnell mal einen Blick auf https://www.ragnaroek-records.com/ um das gute Stück für wohlfeile € 12,- zu ordern.

Note:
8.00
Redakteur:
Walter Scheurer

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und im Musikatlas.at

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ALITOR "II" in Streetclip.de

ALITOR "II" in Streetclip.de

Author: Jürgen Tschamler; Rating: 8,5/10
ALITOR – II
Jürgen TschamlerDez 15, 2020
~ 2020 (Ragnarök Records/Doc Gator Records) – Stil: Thrash Metal ~
Wer hätte gedacht, dass einmal aus Serbien eines der Thrash Metal-Highlights eines laufenden Jahres kommen würde? Ich muss zugeben, das 2014er Debüt nicht zu kennen. Ob das ein herbes Versagen darstellt, werde ich erst feststellen, wenn ich mir das Teil besorgt habe.
Derweil dreht das neue, schlicht mit `II´ betitelte Album seine Runden und entzückt immer wieder. Mit einer sagenhaften Präzision und einem schönen warmen Sound zerpflücken die Serben einem die Ohren. Stumpfes Geballer gibt es in kleinen Dosen, man pflegt eher den progressiven, teils sogar melodischen Ansatz, aber pimpt diesen mit einer angenehmen Aggressivität auf.
Der Mix aus Old School Thrash mit ansatzweise METALLICA-Feeling, einem MEGADETH-Touch oder gar TOXIK-Gitarrenpassagen ist verpackt in nachvollziehbare Melodielinien. Der Gesang ist eher geradlinig und weniger spektakulär, ist aber sauber in das musikalische Geschehen eingearbeitet. Einer der wenigen Tracks, in dem der Gesang mehr Aufmerksamkeit verdient, nennt sich `The Warm Wind`, welcher auch sehr furios aus den Boxen knallt. Die Gitarren, mit teilweise Stakkatoeffekten, wie im genannten Track, werden von der Band immer wieder mit hochmelodischen Leads aufgelockert.
Mit dem letzten Stück des Albums, `Some Sort Of Truce`, hobelt man gewaltig einen runder. Fast und Furios mit Old School Taktung – all hail, Bay Area! So amtlich wie man den Acht-Tracker beendet, so niveauvoll beginnt auch das Album mit `The Tempest Within`. Der Track gehört ohne Zweifel zu den ganz großen Momenten des Albums und offenbart zugleich die Marschrichtung. Frickeln in hohen Tempo, dazu bangerkompatible Taktung, schön eingearbeitete melodische Leads und irgendwie unüberhörbare METALLICA-Rhythmik in einzelnen Passagen. `Present Tense` eröffnet dagegen mit einer messerscharfen Gitarrenarbeit und geht über in eine supersolide Thrash Metal-Walze. Eine leicht hektische Spielweise wie bei TOXIK ist nicht zu überhören. Mit `Homo Ignoramus` fahren sie mehr in progressive Richtung und ballern einem im Mittelteil das Nasenbein krumm. `Fall.Ing` ist sauschnell, hat zwar superschnittige Gitarren, wirkt aber eher eindimensional. Was keine Schwäche darstellt, aber im Vergleich zu den Vorgängern doch weniger gehaltvoll wirkt. Mit der Akustiknummer `Euphoria` kann ich persönlich nichts anfangen, aber die knapp vier Minuten kann man gut zum Luftholen nutzen.
`II` ist ein supersolides Thrash Metal-Album, das sich durch eine wohlwollende Melodienähe und sauber ausgearbeiteten, progressiven Ansätzen vom Groß der Thrash-Szene absetzt. Musikalität steht hier deutlich über dem Faktor Härte.
(8,5 Punkte)
Für fanfreundliche 12 Euro plus 1,60 Euro (Deutschland) kann man die CD auf der Label Homepage abzugreifen: www.ragnaroek-records.com
Wer mehr Interesse an Vinyl hat, der sollte mal „Doc Gator Records“ aufsuchen und eine der limitierten Farbvarianten checken.

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Alitor im ROCK HARD-Magazine

ALITOR im ROCK HARD-Mag
Author: Patrick Schmidt; Rating: 8/10

ALITOR
II
Ragnarök Records (41:40)
VÖ: bereits erschienen


Ich muss gestehen, ich bin ein Fan von Ragnarök-Records, weil es das kleine Ein-Mann-Label aus Lünen immer wieder schafft, außergewöhnliche und vor allem hochwertige Underground-Perlen auszugraben. ALITOR aus Serbien haben sich der mittlerweile eher selten zu Gehör kommenden Techno-Thrash-Richtung verschrieben und überzeugen auf ihrem schlicht „II“ betitelten Zweitwerk mit einer überragenden Gitarrenarbeit, die von Bay-Area-mäßigen Riff-Attacken über vertrackte Parts bis hin zu tollen Soli einfach alles zu bieten hat, was das Thrasher-Herz begehrt. Stellt euch eine Mischung aus Vektor, Extol und Heathen vor und ihr habt eine ungefähre Vorstellung davon, was euch auf „II“ erwartet. Die etwas dünnen Vocals von Bassist Marko Todorovic sind anfangs leicht gewöhnungsbedürftig, haben aber Charme und fallen ob der instrumentalen Klasse von ALITOR kaum ins Gewicht. Wer bei oben genannten Bands ein feuchtes Höschen bekommt, kann hier bedenkenlos zuschlagen. Für günstige 12 Euro (plus Porto) bekommt ihr dieses europäische Thrash-Highlight unter www.ragnaroek-records.com

Patrick Schmidt 8

 

 

Alitor im DEAF FOREVER-Magazine

Alitor im DEAF FOREVER-Magazine

Author: Michael Kohsiek; Rating: 9,5/10

ALITOR 9,5
II
Ragnarök Records
SZ: 41:23/VÖ: bereits erschienen
Stil: Thrash Metal


Nein, weder Heathen noch Havok oder Testament haben das Thrash-Highlight des Jahres abgeliefert. Dieser Titel gebührt einzig und allein dem serbischen Abrisskommando ALITOR, das auf seinem Zweitwerk (schon “Endless Depression” war vor fünf Jahren ein Meisterwerk) munter alte Artillery, Vektor, Cyclone Temple, Heathen oder Death zu einem so großartigen, technisch anspruchsvollen, aber jederzeit als beinharter Thrash durchgehenden Ganzen vermischt, dass man ausflippen möchte. Komplett in Belgrad aufgenommen, ist “II” die fulminante Zusammenfassung all dessen, wie Thrash Metal verdammte Axt noch mal zu sein hat: schnell, vollgepackt mit rasenden Riffs, melodisch, überragend gespielt und absolut durchschlagend produziert. Schon beim Opener ´The Tempest Within´ wird man überrollt von einer Hochgeschwindigkeitswalze und abartig schnell gespielten Gitarren, die zudem noch mit Soli glänzen, die jeder Prog-Band zur Ehre gereichen würden. Und dieses Niveau wird durchgängig gehalten: ´Present Tense´ reißt einem den Kopf ab, ´Homo Ignoramus´ ist mehr Heathen, als Heathen es inzwischen noch sind, und das abschließende ´Some Sort Of Truce´ versohlt einem zum Abschluss noch einmal den Hintern, bevor in den letzten zwei Minuten zum Sterben schöne, doppelläufige Gitarren mit Maiden-Appeal eine Platte abschließen, die eigentlich die Welt regieren müsste. Sänger und Basser Marko Todorović hat zudem die perfekte Thrash-Stimme: Er kann sowohl melodisch singen wie auch brutal shouten – unorthodoxes Gebrülle war gestern, ab sofort regieren ALITOR! Und ihr solltet diese Scheibe so schnell wie möglich unter www.ragnaroek-records.com einsacken.

Michael Kohsiek

9,5/10

Reviews "ALITOR - II"

  • ALITOR im Handwritten-mag.de
    Author: Mario ; Rating: 4,2/5

    Alitor – II (Doc Gator Records / Ragnarök Records, 27.11.2020)
    Serbien ist jetzt auch nicht gerade als europäische Metal-Hochburg bekannt. Deswegen umso schöner, wenn man mal ein sauberes Stück harte

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  • Alitor im DEAF FOREVER-Magazine

    Author: Michael Kohsiek; Rating: 9,5/10

    ALITOR 9,5
    II
    Ragnarök Records
    SZ: 41:23/VÖ: bereits erschienen
    Stil: Thrash Metal


    Nein, weder Heathen noch Havok oder Testament haben das Thrash-Highlight des Jahres abgeliefert. Dieser

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    Author: Patrick Schmidt; Rating: 8/10

    ALITOR
    II
    Ragnarök Records (41:40)
    VÖ: bereits erschienen


    Ich muss gestehen, ich bin ein Fan von Ragnarök-Records, weil es das kleine Ein-Mann-Label aus Lünen immer wieder

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  • ALITOR im Obliveon.de
    Author: Ludwig ; Rating: 9/10

    ALITOR
    Titel: II
    Label: RAGNARÖK RECORDS
    Spieldauer: 41:23 Minuten

    Das kleine aber feine Underground Label Ragnarök Records beweist hier zum wiederholten Male sein gutes Näschen, wenn es um

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  • ALITOR "II" in time-for-metal.eu

    Author: Jürgen S.; Rating: 8,9/10 points

    II von Alitor ist die zweite Thrash Veröffentlichung in diesem Monat des kleinen Schweizer Labels Doc Gator Records. Am gleichen Tag wird auch das neue

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  • ALITOR "II" in Streetclip.de

    Author: Jürgen Tschamler; Rating: 8,5/10
    ALITOR – II
    Jürgen TschamlerDez 15, 2020
    ~ 2020 (Ragnarök Records/Doc Gator Records) – Stil: Thrash Metal ~
    Wer hätte gedacht, dass einmal aus Serbien eines der Thrash Metal-Highlights eines

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    Author: Alex Fähnrich; Rating: 9/10

    Alitor - II (CD)
    Label: Doc Gator Records
    VÖ: 27.11.2020
    Wenn zwei der besten unabhängigen Underground Labels gemeinsame Sache machen, muss die Band etwas ganz Besonderes sein. So

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    Author: Walter Scheurer; Rating: 8/10

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